Aktionswoche gegen antimuslimischen Rassismus startet

Verbände aus Schleswig-Holstein organisieren vom 24. Juni bis zum 1. Juli unterschiedliche Aktionen im Land im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche

 Rassismus ist für viele Menschen in Deutschland Alltag. Seit Jahren sind Muslim*innen und muslimisch gelesene Menschen Zielscheibe von Hass, Diskriminierung und Übergriffen. Um für dieses Problem zu sensibilisieren, darüber zu informieren und den Austausch zu fördern, haben sich mehrere Verbände aus Schleswig-Holstein im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche gegen antimuslimischen Rassismus zusammengetan. Hierbei geben Workshops, Gesprächsrunden, ein interaktives Speed-Dating zum Thema und eine autobiografische Lesung einen vertiefenden Einblick in die alltäglichen Erfahrungen von Muslim*innen und als solche gelesenen Menschen in Deutschland. Den Vertreter*innen des Facharbeitskreises gegen antimuslimischen Rassismus Schleswig-Holstein geht es hierbei darum, Antworten zu geben auf Fragen wie: Was ist antimuslimischer Rassismus? Was erzählen Menschen, die tagtäglich Rassismus erfahren? Und was können wir alle gemeinsam dagegen tun?

Dr. Cebel Kücükkaraca, Vorstandsvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. betont die Bedeutung, dass die bundesweite Aktionswoche dieses Jahr auch im nördlichsten Bundesland sichtbar macht, was für viele Menschen in Deutschland Alltag ist. „Antimuslimischer Rassismus ist ein Phänomen, das wir nur gesamtgesellschaftlich angehen können. Denn er äußert sich nicht nur in physischer Gewalt, sondern genauso in abfälligen Äußerungen oder Ausgrenzung. Wir müssen Betroffenen zuhören, Begegnung fördern und aufeinander zugehen. Genau das möchten wir mit der Veranstaltungsreihe im Rahmen der Aktionswoche auch in Schleswig-Holstein anstoßen.“

Auch die Regionalen Beratungsteams gegen Rassismus der AWO Schleswig-Holstein bieten im Rahmen der Aktionswoche Veranstaltungen an. Hierzu sagt der Vorstandsvorsitzende der AWO Schleswig-Holstein, Michael Selck: „Das Problem des antimuslimischen Rassismus muss dringend auf die Agenda. Wir müssen hierfür ein Bewusstsein schaffen, uns gemeinsam klar und deutlich dagegenstellen und für ein tolerantes und diskriminierungsfreies Zusammenleben einstehen. Wir freuen uns daher, als AWO Schleswig-Holstein Teil der Aktionswoche zu sein.“

Initiatorin des Facharbeitskreises ist die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. Seine Mitglieder sind Expert*innen, Organisationen und Einzelpersonen aus dem Themenfeld. Der Facharbeitskreis ist Austauschplattform sowie Fachgremium beim Landesdemokratiezentrum SH, das sich zum Ziel gesetzt hat, das Themenfeld sichtbarer zu machen und antimuslimischem Rassismus entgegenzuwirken.

Das gesamte Programm für Schleswig-Holstein finden Sie im Anhang. Über Ihre Teilnahme und Berichterstattung freuen wir uns! Weitere Informationen zur bundesweiten Aktionswoche unter: www.allianzgegenhass.de.

Kontakt bei Rückfragen:

Torsten Nagel,                                               

torsten.nagel@rbt-sh.de

Tel. 0160 8429107   

Julia Beitner

raum3@tgsh.de

Tel. 0157 50646896

AWO SH fordert Vorbereitung zur Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine

Hilfe muss schnell und unbürokratisch erfolgen!

Kiel. Nach dem Angriff durch Russland auf das ukrainische Staatsgebiet spitzt sich die Lage vor Ort immer weiter zu. Schon jetzt bereiten sich Menschen auf eine Flucht vor und begeben sich auf den Weg in Richtung Westen. Die AWO Schleswig-Holstein fordert eine entsprechende Vorbereitung durch die Bundes- und Landesregierungen auf diese Situation und eine Zusicherung ihrer Unterstützung. „Die Hilfe für die Betroffenen muss schnell und unbürokratisch erfolgen. Wir haben bereits 2015 gezeigt, dass der Großteil der Schleswig-Holsteiner durch ein großes freiwilliges Engagement den Menschen in Not helfen und spontane Unterstützungen organisieren. Wir haben immer betont, dass wir ein sicherer Hafen sind. Jetzt ist es an der Zeit auch den angrenzenden Ländern, wie Polen, Unterstützung zuzusichern“, sagt der Vorstandsvorsitzende der AWO Schleswig-Holstein Michael Selck.

Es ist zu erwarten, dass die Entwicklungen in der Ukraine langanhaltende Fluchtbewegungen hervorrufen werden, daher betont Michael Selck zusätzlich: „Wir dürfen jetzt nicht nur kurzfristig denken. Schleswig-Holstein muss Programme ins Leben rufen, die einen dauerhaften Aufenthalt der langfristig gefährdeten Menschen ermöglichen. Dafür müssen jetzt Taten folgen. Die Migrationsberatungen und IntergrationsCenter der AWO Schleswig-Holstein sind auf die Unterstützung der Menschen vorbereitet.“

AWO startet Kampagne „Impfen ist gelebte Solidarität“

Berlin, den 07.2.2022. Die Arbeiterwohlfahrt startet eine deutschlandweite Impfkampagne. Als soziale Organisation, die viele vulnerable Menschengruppen vertritt oder unterstützt, bittet der Wohlfahrtsverband um Solidarität in der Gesellschaft. Dazu erklärt Brigitte Döcker, Mitglied des AWO Bundesvorstandes:

„Die Wissenschaft ist sich einig, dass Impfungen und Auffrischungsimpfungen gegen Covid-19 ein zentrales Mittel für einen Ausweg aus der Pandemie sind. Sie minimieren nachweislich nicht nur die Wahrscheinlichkeit eines schweren Krankheitsverlaufs, sondern außerdem das Risiko, sich und andere anzustecken. Insbesondere Menschen, die aus medizinischen Gründen keinen eigenen Impfschutz aufbauen können, sind auf die Immunabwehr ihrer Mitmenschen angewiesen. Die AWO ruft daher alle Menschen, die bisher keine Impfung erhalten haben, dazu auf, solidarisch zu sein und sich impfen zu lassen. Geimpfte können mit einer Auffrischungsimpfung ebenfalls einen Beitrag leisten.“

Mit der Kampagne „Impfen ist gelebte Solidarität“ wirbt die AWO in der Zivilgesellschaft, sich weiterhin für eine Impfung ihrer Mitbürger*innen einzusetzen und Gesicht zu zeigen für Solidarität. Im Verband sollen praktische Beratungs- und Unterstützungsangebote bis hin zur Impf-Begleitung oder Bereitstellung von Impfangeboten angeregt werden. Dazu die Präsidiumsvorsitzende Kathrin Sonnenholzner: „Die Gründe, sich nicht impfen zu lassen, sind vielfältig und individuell. Sehr oft helfen persönliche und vertrauensvolle Gespräche, um Ängste zu nehmen und Fehlinformationen zu entkräften. Wir appellieren daher eindringlich an alle Geimpften, weiter für eine Impfung zu werben und Mitbürger*innen praktisch dabei zu unterstützen, Impfangebote wahrzunehmen.“ 

Auf der Straße und in Sozialen Medien findet derzeit eine häufig eskalierte Auseinandersetzung um die Covid-19-Impfung statt. Vermehrt werden Ärzt*innen, Impfteams, Polizei, Medien und Geimpfte tätlich angegriffen oder sind Ziel koordinierter Hetz-Kampagnen im Netz. Die AWO verurteilt diese Angriffe ausdrücklich und solidarisiert sich mit Bürgerinnen und Bürgern, die sich dieser Form des Protests entgegenstellen. „Gewalt und Einschüchterung gegenüber Menschen, die lebensrettende Impfungen bereitstellen oder dafür werben, dürfen wir niemals akzeptieren“, so der Präsidiumsvorsitzende Michael Groß „Deshalb ist es wichtig, nicht einfach wegzuschauen, sondern Betroffene bestmöglich zu unterstützen.“

Weitere Informationen zur Kampagne, Bildmaterialien und Weiterführende Informationen stehen ab heute unterhttps://www.awo.org/kampagnen/impfen-ist-gelebte-solidaritaet zur Verfügung.

Maskenpflicht: AWO fordert kostenlose Masken für Bedürftige

20.01.2020. Gestern haben Bund und Länder unter anderem die Maskenpflicht verschärft. Die Arbeiterwohlfahrt begrüßt den Schritt. Allerdings müsse die Maßnahme sozial gerecht gestaltet und niedrigschwelliger Zugang für besonders vulnerable Menschen garantiert werden. Armut dürfe für die Betroffenen nicht zu weiteren Abstrichen beim Gesundheitsschutz sowie beim Zugang zu wichtigen Versorgungsstrukturen führen.

„In der Grundsicherung stehen umgerechnet 17,02 Euro für den Bereich der Gesundheitspflege zur Verfügung. Das ist nicht mal ein Euro pro Tag, und davon müssen die Betroffenen auch andere für ihre Gesundheit notwendigen Ausgaben finanzieren. Wie viele Masken können sie sich da leisten, zumal nach der Verordnung die Preise sicher steigen werden?“, kritisiert Jens M. Schubert, Bundesvorstandsvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt, „Deshalb muss es für sie schnell mindestens kostenlose Masken geben. Die Grundsicherung war schon vor den pandemiebedingten Mehrkosten viel zu gering. Jetzt zeigt sich: Sie ist im wahrsten Sinne lebensbedrohlich knapp bemessen. Das muss sich ändern, und zwar dauerhaft.“

Der Verband fordert Unterstützung aber auch für Menschen, die nicht auf Grundsicherung angewiesen, aber dennoch von Armut betroffen sind. Dazu zählten z.B. Beziehende anderer Sozialleistungen. Es sei erwiesen, dass von Armut betroffene Menschen während der Pandemie einem höheren Risiko ausgesetzt seien. „Wer benutzt denn die öffentlichen Verkehrsmittel? Es sind vielfach Menschen in gering bezahlten Berufen, ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen. Viele können sich nicht im Homeoffice schützen oder mal eben Masken auf Vorrat kaufen“, so Schubert. Er fordert: „Damit diese Menschen die Möglichkeit zur Anschaffung von medizinischen Masken haben, sollte eine sinnvolle Übergangsfrist geschaffen werden – auch um Engpässe zu vermeiden. Es muss verhindert werden, dass durch die Maskenpflicht soziale und gesundheitliche Benachteiligungen entstehen. Der Zugang zu Schutz darf nicht vom eigenen Portemonnaie abhängen.“

Moria: SOFORTIGES HANDELN – bevor es zu spät ist!

Berlin, den 09.09.2020. Das völlig überfüllte Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist in der Nacht zum 09.09.2020 fast komplett abgebrannt. Angesichts dieser Katastrophe und der dort sich schon seit Monaten zuspitzenden Situation fordert der AWO Bundesverband ein sofortiges Handeln.

Das Flüchtlingslager Moria ist seit Jahren überfüllt. Bei einer Kapazität von 2800 Plätzen leben dort nach Angaben des griechischen Migrationsministeriums rund 12.600 Flüchtlinge. Die desolaten Wohnbedingungen und die mangelnde Hygiene machen Vorkehrungen für das Einhalten von Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen zur Vermeidung einer Infektion an Covid-19 unmöglich. 

Immer wieder gab es Proteste gegen die Zustände im Camp. Diese sind erneut entstanden, nachdem das gesamte Lager unter Quarantäne gestellt wurde. Brigitte Döcker vom AWO Bundesverband: „Die Menschen dort fürchten um ihr Leben und brauchen dringend Hilfe. Doch die europäischen Staaten ignorieren die dramatische Lage und reagieren nicht auf diese Hilferufe der Schutzsuchenden und nicht auf die Appelle der Menschenrechtsorganisationen“.

Schon im Mai forderte der AWO Bundesverband[1] eine grundsätzliche Auflösung des Lagers Moria und anderer Hotspots sowie die flächendeckende, menschenwürdige Unterbringung derFlüchtlinge. Brigitte Döcker: „Die gestrige Katastrophe zeigt erneut, dass es höchste Zeit ist zu handeln. Es braucht daher eine rasche Verteilung der Flüchtlinge auf die Mitgliedstaaten der EU unter Berücksichtigung aller notwendigen Maßnahmen zur Gesundheitsprävention. Die Interessen und Bedürfnisse der Geflüchteten und die Situation in den EU-Aufnahmeländern müssen dabei berücksichtigt werden und die geltenden völkerrechtlichen, menschenrechtlichen und europarechtlichen Standards erhalten bleiben[2].

Brigitte Döcker: „Die EU muss nun endlich ihre Verantwortung wahrnehmen, damit solche Hotspots ein Ende finden und nicht wieder ein neues Moria entsteht.“

Humanitäre Werte enden nicht an den Grenzen Europas. AWO fordert: Rettet das Recht auf Asyl!

Berlin, den 05.03.2020. Die AWO verurteilt die Gewalt gegen die Schutzsuchenden an der griechisch-türkischen Grenze und lehnt den Versuch Griechenlands, das Recht auf Asyl aufzuheben und Schutzsuchende zurückzuweisen, auf das Schärfste ab. Deutschland muss mithelfen, eine Lösung zu finden, damit die Menschenrechte in griechischen Lagern und an den europäischen Außengrenzen nicht weiter missachtet und verletzt werden.

Grenzen zu überqueren, um Schutz zu finden, ist nicht illegal. Die Weltöffentlichkeit erlebt gegenwärtig eine humanitäre Katastrophe an der griechisch-türkischen Grenze und das unerträgliche Versagen aller politischen Regelungen zum menschenrechtlich fundierten Recht auf Asyl. Die AWO fordert daher umgehend die Rückkehr zu einem humanen Umgang mit geflüchteten Menschen, entsprechend der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) und den internationalen Menschenrechten, sowie eine Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention.

Dazu erklärt Brigitte Döcker, Mitglied des AWO Bundesvorstandes: „Das europäische Bündnis darf sich nicht länger abschotten. Europa wurde auf der Basis gemeinsamer Werte erschaffen. Diese Werte dürfen nicht an den europäischen Grenzen ihre Gültigkeit verlieren, diese Werte dürfen nicht leere Verlautbarungen bleiben. Wie stark sie sind, zeigt sich daran, ob ihnen Taten folgen. An den europäischen Grenzen und in Lagern werden Menschen in unwürdige Lebensumstände gezwungen. Das können wir nicht einfach hinnehmen. Es braucht endlich eine solidarische Lösung – die Geflüchteten müssen von allen europäischen Staaten aufgenommen werden.“

Hintergrund/Rechtliche Situation:

Flüchtlinge aus der Türkei müssen in der Europäischen Union aufgenommen werden. Die Türkei ist kein sicherer Drittstaat, war es auch vor dem 16. März 2016 nicht. (Aus Art. 33 Abs. 1 GFK, Art. 21 RL 2011/95/EU und Art. 38 RL 2013/32/EU und aus Art. 3 in Verb. mit Art. 13 EMRK ergibt sich ein nicht hinterfragbarer Anspruch darauf, dass ihr Schutzbegehren in der EU geprüft und hierüber nach den festgelegten EU-Regelungen entschieden wird.)

Wir trauern um Lotte Schoepke

Nach kurzer schwerer Krankheit ist Lotte Schoepke im Alter von 89 Jahren verstorben. Lotte Schoepke hat viele Jahre im Vorstand der AWO Kronshagen mitgearbeitet und uns mit Rat und Tat bei unserer Arbeit begleitet.

Lotte Schoepke

Mehrere Wahlperioden hat Lotte Schoepke für die AWO im Seniorenbeirat der Gemeinde Kronshagen mitgewirkt und hat sich dort sachkundig und engagiert für die Anliegen der älteren Kronshagenerinnen und Kronshagener eingesetzt.

AWO zur Pflegevollversicherung: Die soziale Bürgerversicherung muss eingeführt werden!

Berlin, den 27.09.2019. Das Armutsrisiko für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen ist erheblich, da zwar die Kosten für Pflege steigen, nicht aber der Anteil, den die Pflegeversicherung trägt. Eine neue Studie der Hans-Böckler-Stiftung (HBS) kommt jetzt zu dem Ergebnis, dass dieses Risiko durch eine Pflegevollversicherung deutlich gesenkt werden könnte.

Dazu erklärt Brigitte Döcker, Mitglied des AWO Bundesvorstandes: „Die AWO fordert seit Langem, dass die Pflegeversicherung die Kostensteigerungen in der Pflege abfangen muss. Die Studie zeigt: Das ist möglich und finanzierbar. Die Bundesregierung muss nun handeln und dafür sorgen, dass alle Menschen gute Pflege erhalten können. Denn die Kosten in der Pflege werden weiter steigen, weil lange nötige Reformen für die Verbesserung der Pflege umgesetzt werden. Schon jetzt können sich viele Menschen ihre Pflege nicht mehr leisten, ohne in die Armut zu rutschen und auf ihre Angehörigen oder Hilfe zur Pflege im Rahmen der Sozialhilfe angewiesen zu sein. Das ist entwürdigend und schürt Existenzängste. Die von Professor Dr. Rothgang durchgeführte Studie belegt: Eine Pflegevollversicherung ist über eine soziale Bürgerversicherung finanzierbar. Die AWO setzt sich seit Langem für die Einführung einer sozialen Bürgerversicherung ein und sieht sich in dieser Forderung noch einmal bestätigt.“

Im Bundesdurchschnitt lagen zuletzt die Kosten, die Versicherte selbst für ihre stationäre Pflege übernehmen mussten bei 1.750 Euro monatlich. Zum Vergleich: Zum Ende des Jahres 2017 lag das durchschnittliche Netto-Renteneinkommen in den alten Bundesländern bei monatlich 1.231 Euro und in den neuen Bundesländern bei monatlich 1.169 Euro.

„Unsere Petition „Eigenanteil bei stationärer Pflege begrenzen!“ wurde Anfang dieses Jahres von 74.000 Menschen gezeichnet. Schon das hat gezeigt, dass dieses Thema von der Bundesregierung nicht länger ignoriert werden kann. Die Studie bekräftigt, dass eine Entlastung der Pflegebedürftigen nicht nur nötig, sondern auch möglich ist“, betont AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker.

Weltkindertag: AWO unterstützt FridaysForFuture

Berlin, den 20.09.2019. Seit mehr als einem Jahr nun gehen Kinder und Jugendliche auf die Straße und zeigen uns deutlich, dass sie die Fremdbestimmung über ihre zukünftigen Lebensbedingungen auf diesem Planeten nicht länger hinnehmen wollen. 

Den Weltkindertag am heutigen 20. September nimmt die AWO erneut zum Anlass, auf die berechtigten Sorgen der Kinder und Jugendlichen aufmerksam zu machen. Umweltzerstörung ist Gewalt gegen die menschliche Zivilisation und nicht hinnehmbar. 

Dazu erklärt Wolfgang Stadler, Vorsitzender des AWO Bundesvorstandes: „Kinder haben Rechte. Und sie haben das Recht auf ein Aufwachsen in einer gesunden und gesundheitsförderlichen Umwelt. Die Realität ist aber eine andere: Der Klimawandel schädigt oder zerstört die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen und damit auch unserer Kinder. Es ist Zeit für Taten. Es ist Zeit, unseren Lebensstil zu verändern. Es ist Zeit für Genügsamkeit und Selbstbegrenzung. Es darf kein „Weiter so“ auf Kosten der Rechte unserer Kinder geben.“

Die AWO erklärt anlässlich des Kindertages, dass sie den für heute organisierten Klimastreik der Kinder und Jugendlichen unterstützt und sich dem Protest von #FridaysForFuture anschließt. 

„Das sind wir unseren Kindern und Enkeln schuldig“, so Wolfgang Stadler, Brigitte Döcker und Selvi Naidu, Vorstand des AWO Bundesverbandes e.V.