AWO fordert den Rechtsanspruch auf gute Ganztagsbetreuung vollständig umzusetzen

Berlin, 15. Mai 2019. Das Deutsche Jugendinstitut schätzt die Kosten des Ausbaus des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder auf bis zu 15,4 Milliarden Euro bis 2025. Der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler kommentiert dies wie folgt: „Eine gute Betreuung gibt es weder in der Kita noch in der Grundschule zum Nulltarif. Doch im Grunde geht es hier um viel mehr als um die Frage nach den Kosten. Es geht darum, ob man tatsächlich eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie durchsetzen möchte. Nur wer seine Kinder in guten Händen weiß, wird einer Berufstätigkeit nachgehen können. Die AWO setzt sich für den Rechtsanspruch auf Betreuung ein und zwar in der gesamten Grundschulzeit. Wir sind entschieden gegen Pläne, die nur Kindern der ersten oder zweiten Klasse einen Rechtsanspruch zusprechen wollen. Auch Drittklässler können noch nicht allein auf sich gestellt, ihre Nachmittage verbringen. 

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Europatag – Errungenschaften Europas bei Europawahl verteidigen

Berlin, 09. Mai 2019. Wie jedes Jahr feiern am heutigen 9. Mai* Millionen von Europäerinnen und Europäern den Europatag. „Seit ihrer Gründung hat die EU nicht nur zum Wohlstand beigetragen, sondern eine europäische Identität und Kultur gefördert“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler, fügt aber hinzu: „Leider gibt es einige, dafür aber umso lautere Stimmen, die diese erfolgreiche Entwicklung nicht wertschätzen. Nationalistische Tendenzen werden in vielen Staaten Europas stärker. Doch die heutigen Herausforderungen wie der Klimawandel, die großen sozialen Ungleichgewichte und die schnell voranschreitende Digitalisierung machen vor Landesgrenzen nicht Halt, sie können nur gemeinsam bewältigt werden. Die Europawahl am 26. Mai ist die Gelegenheit zu zeigen, wie wichtig einem selbst ein solidarisches und friedliches Europa ist.“

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Wohngelderhöhung löst das Wohnungsproblem nicht

Berlin, 08. Mai 2019. Anlässlich der heutigen Beratung im Bundeskabinett zur Wohngelderhöhung erklärt der AWO-Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler:

„Für viele Menschen mit niedrigem Einkommen ist der Wohnungsmarkt komplett aus den Fugen geraten. Die Erhöhung des Wohngeldes ist ein längst überfälliger Schritt und doch zu kurz gesprungen, denn sie löst das eigentliche Problem vieler Menschen nicht, die keine bezahlbare Wohnung finden, die ihren Lebensverhältnissen entspricht. Das Problem muss viel breiter in Angriff genommen werden: vom sozialen Wohnungsbau bis hin zu einer funktionierenden  Mietpreisbremse. 

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„Landgewinn“ startet im Kreis Steinburg: Teilnehmende gesucht!

Mentoring-Programm der AWO bringt Migrant*innen, Geflüchtete und Kommunalpolitiker*innen für mehrere Wochen zusammen

Itzehoe. Partizipation und Teilhabegerechtigkeit sind die Grundlage für eine gesunde und funktionierende Demokratie. Um auch Migranten*innen und Geflüchteten die Möglichkeit zu geben, am politischen System in Schleswig-Holstein teilzuhaben, rief die AWO Schleswig-Holstein ein politisches Mentoring-Programm im Rahmen des Partizipationsprojekts „Landgewinn“ ins Leben.

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160 Gäste feiern 100-jähriges Jubiläum der AWO

Frauen stehen beim dritten Marie-Juchacz-Empfang in Neumünster im Mittelpunkt 

Neumünster. Als Gründerin der AWO, Pionierin für Frauenrechte, Sozialreformerin und Mitglied der Weimarer Nationalversammlung trat Marie Juchacz als erste Frau in einem deutschen Parlament ans Rednerpult. Sie verwirklichte die Idee der „Selbsthilfe der Arbeiterschaft“ und gründete die AWO im Jahr 1919. Zu Ehren der AWO Gründerin und zum 100-jährigen Jubiläum der Arbeiterwohlfahrt richtet die AWO Schleswig-Holstein heute, an Juchacz’ 140. Geburtstag, zum dritten Mal den Marie-Juchacz-Empfang im Alten Stahlwerk in Neumünster aus.

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Großdemo – „Ein Europa für Alle – Deine Stimme gegen Nationalismus!“ am 19. Mai in sieben Städten Deutschlands

Berlin, 14. März 2019. Ein zivilgesellschaftliches Bündnis aus mehr als 60 Organisationen und Initiativen plant für den 19. Mai Großdemonstrationen in sieben Städten Deutschlands. Eine Woche vor der Europawahl wollen zehntausende Menschen unter dem Motto „Ein Europa für Alle – Deine Stimme gegen Nationalismus!“ für eine EU der Menschenrechte, Demokratie, sozialen Gerechtigkeit und des ökologischen Wandels auf die Straße gehen. Die Europawahl am 26. Mai 2019 sei eine Richtungsentscheidung über die Zukunft der Europäischen Union, heißt es im Aufruf des Bündnisses. Denn Nationalisten und Rechtsextreme hofften darauf, mit weit mehr Abgeordneten als bisher ins Europaparlament einzuziehen. Alle seien gefragt, den Vormarsch der Nationalisten zu verhindern, so das Bündnis.

Die AWO unterstützt  das Bündnis. In diesem Sinne betont der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler: „Mit der Teilnahme an den Demos tritt die AWO für ein demokratisches, friedliches und solidarisches Europa ein, in dem Nationalismus und Rassismus keinen Platz hat. Wir brauchen ein sozialeres Europa, das die Menschenrechte aller Menschen verteidigt und niemanden zurück lässt. Darauf möchten wir mit der Demo aufmerksam machen und die Menschen zum wählen bewegen.“

Die Demonstrationen in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, Köln, München und Stuttgart werben deshalb für eine hohe Wahlbeteiligung demokratisch gesinnter Bürgerinnen und Bürger. Zeitgleich werden in mehreren europäischen Ländern Demonstrationen zum selben Thema stattfinden. Mit Demonstrationen und begleitender Kampagnen-Arbeit macht sich das Bündnis dafür stark, am 26. Mai bei der Europawahl wählen zu gehen. Dieses Mal geht es um alles: Dem Nationalismus und Rassismus entgegenzutreten – für ein demokratisches, friedliches, solidarisches und nachhaltiges Europa!

Weitere Informationen unter: https://www.ein-europa-fuer-alle.de/

AWO beteiligt sich an Internationalen Wochen gegen Rassismus

Berlin, 11. März 2019. Gemeinsam mit vielen Organisationen, Initiativen und Einrichtungen engagiert sich die AWO im Rahmen der Internationalen Aktionswochen vom 11. März bis 24. März 2019 gegen Rassismus. „Rassismus ist eine Bedrohung für die freie Entfaltung der Persönlichkeit, das selbstbestimmte Leben von Menschen und gefährdet dadurch unsere Demokratie. Für die Menschen, Erwachsene und Kinder, denen Rassismus entgegenschlägt, ist Rassismus eine massive existenzielle Bedrohung und erweckt Angst und Schrecken. Dem muss unsere gesamte Gesellschaft entgegentreten. Deshalb beteiligt sich die AWO bundesweit an den Internationalen Wochen gegen Rassismus mit vielfältigen Aktivitäten“, erklärt AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker. Die Verbände und Einrichtungen der AWO sind aufgerufen,  mit kreativen Aktionen ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen und sich zu beteiligen.

Der AWO Bundesverband veranstaltet am 21. März in Berlin das Diskussionsforum „Der NSU und die deutsche Gesellschaft“. Unter Beteiligung von hochkarätigen Gästen wird es darum gehen, was die Taten des NSU über die deutsche Gesellschaft aussagen und wie der Zustand von Institutionen, die der Verteidigung der Demokratie dienen sollen, im Licht der Ermittlungen und der Berichterstattung einzuschätzen ist. Dazu führt es zeitgeschichtliche und medienwissenschaftliche, politische und juristische Perspektiven zusammen.

Für die AWO ist es seit ihrem Bestehen ein Anliegen, sich für die Rechte von Minderheiten einzusetzen und ihnen durch ein engagiertes sozialpolitisches Handeln vor Ort Teilhabe zu ermöglichen. In den letzten Jahren finden fremdenfeindliche und rassistische Äußerungen insbesondere in den  sozialen Netzwerken immer mehr ihren Weg in die Öffentlichkeit. Umso wichtiger ist es nach Ansicht der AWO, in den sozialen Netzwerken gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit Position zu beziehen. Wie bereits in den vergangenen Jahren ruft die AWO dazu auf, vom 11. – 24. März 2019 Selfies (via Bild oder Video) zu posten #awogegenrassismus. Weitere Informationen sind online hier zu finden.